Bernstein das Gold des Nordens

Bernstein ist fossiles, 35 - 55 Millionen Jahre altes Harz von Nadelbäumen,die in etwa im Bereich der heutigen nördlichen bis nordöstlichen Ostsee wuchsen.

Klimatische Veränderungen in den Millionen von Jahren haben unter anderem bewirkt, dass der Bernstein durch Überflutungen und Auswaschungen von sich bewegendem Wasser freigespült wurde.

Die weitesten Transportstrecken legte der Bernstein während der Eiszeit durch Gletscher und Schmelzwasser zurück. Die Hauptverbreitungsgebiete sind die südliche Ostseeküste von Dänemark bis ins Baltikum und die Nordseeküste der deutschen Bucht. Die häufigsten Bernsteinfunde im Ostseebereich werden im Samland gemacht. Das beste Revier an der Nordsee ist die Halbinsel Eiderstedt mit St. Peter-Ording.

Seit tausenden von Jahren fasziniert der Bernstein den Menschen. Schon in derSteinzeit war er ein begehrter Schmuckstein. Dass diese Faszination für das Gold des Nordens bis heute anhält, liegt an seiner großen Farbvielfalt und an der verschiedenartigsten Möglichkeit der Bernsteinbearbeitung. 

Warum Bernstein?

Der Begriff Bernstein ist ein zusammengesetztes Wort aus Bern und Stein. Einige Rohbernsteine sind einem klassischen Stein optisch sehr ähnlich. Insbesondere die Form und Struktur erinnert häufig an die von Steinen. Daher der „Nachname“ Stein. Der „Vorname“ Bern hat seinen Ursprung in seiner besondersten Eigenschaft der Brennbarkeit. Der ursprüngliche Name des Bernsteins lautete Brennstein. Erst durch die Lautverschiebung und die Sprachentwicklung ins Hochdeutsche wurde aus Brennstein Bernstein